Vor der Weltreise

Warum eine Weltreise?

Klar, es gab genug Gründe gegen so ein Vorhaben. Der Job mußte gekündigt werden, das Ersparte wurde empfindlich angeknabbert, die Altersvorsorge litt, von den Entbehrungen und Gefahren unterwegs ganz zu schweigen. Und wir liessen Familie und Freunde zurück, die uns vermissten und sich Sorgen machten…

Aber wir hatten diesen unbändigen Wunsch auf eine lange Reise, der sich unaufschiebbar anfühlte. Der Alltag war so grau, wenn wir Reiseberichte von Weltenbummlern lasen und Diavorträge über ferne Länder besuchten. Wir wollten, nein wir konnten nicht bis zur Rente warten. Uns trieb die Abenteuerlust, der Reiz des Unbekannten und der Gedanke dem Konsumdenken für eine Weile zu entkommen.

Wir wollten für eine Weile frei sein!

Vorbereitung unserer Motorrad- Weltreise 2005-2007

Anfang 2004 stand der Entschluß zu der Weltreise, und damit begangen wir knapp eineinhalb Jahr vor unserer Reise mit den Vorbereitungen. Das war auch gut so, denn vom Entschluß bis zur Umsetzung brauchte es doch etwas Zeit.

Zunächst lasen wir uns durch gefühlt alle im World Wide Web veröffentlichten Reiseberichte von Motorradweltreisenden. Wir luden Heimkehrer zu uns ein und sogen ihre Tips und Infos förmlich auf. Mit ihnen konnten wir auch unser begrenztes Budget besprechen, und wir waren erleichtert, dass dieses wohl für etwa zwei Jahre ausreichen würde.

Wir trafen Gleichgesinnte aus Freiburg, die uns bei der Erstellung der eigenen Webseite behilflich waren. Diese füllten wir mit den Infos, die wir für uns selbst zusammengetragen hatten. Es fand sich alles über benötigte Dokumente, Impfungen, Versicherungen. Wir stellten unsere gewählte Reiseroute online, und dokumentierten den Umbau der Motorräder.  BMW veröffentlichte  einen Bericht über uns und unser Vorhaben, denn wir hatten uns für zwei F 650 GS Dakar für die Reise entschieden. Dies brachte uns neben vielen Einladungen aus aller Welt auch ein paar Sponsoren ein, die uns mit Ausrüstung versorgten.

Schon vor der Reise war die Aufteilung der Aufgaben festgelegt durch unsere Interessen und Fähigkeiten. Tommy als gelernter KFZ- Elektriker war für den Umbau  und Wartung der Motorräder unterwegs zuständig. Ausserdem für die Routenplanung und die Navigation. Rosa für die Reiseberichte, die Webseite, die Kommunikation in fremden Sprachen und die gute Küche on the road.

Lange beschäftigten wir uns mit der Packliste. Und obwohl wir den Tip bekamen, dass leichtes Gepäck viel gewichtiger ist wie alles dabei zu haben, waren wir bei der Abfahrt eindeutig überladen…